Es war eine kurze Schatzsuche. Erst veröffentlichte Straßenkünstler Banksy nur ein Foto eines neuen Wandgemäldes. Fans entdeckten das Abbild eines Leuchtturms schnell: in Südfrankreich.
…. mehr lesen: Der Spiegel (Quelle)
Independent Fine Art Photography

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Es war eine kurze Schatzsuche. Erst veröffentlichte Straßenkünstler Banksy nur ein Foto eines neuen Wandgemäldes. Fans entdeckten das Abbild eines Leuchtturms schnell: in Südfrankreich.
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Wie verändert Künstliche Intelligenz die Arbeit mit Bildern und die Situation von Fotografinnen und Fotografen, Bildagenturen, Redaktionen von Print- und Onlinemedien sowie PR- und Werbeagenturen?
Nachdem die Künstliche Intelligenz zum Alltag von Kreativen wurde, sind viele Fragen rund um den Einsatz dieser Technologien, nicht zuletzt aufgrund fehlender belastbarer Daten, noch völlig ungeklärt. In einer übergreifenden Erhebung zum Einsatz von KI werden bis zum 28. Februar 2026 Fotografinnen und Fotografen, Bildagenturen, Redaktionen von Print- und Onlinemedien sowie Werbe- und PR-Agenturen zu ihrem Umgang mit KI-Tools und KI-generierten Bildern befragt.
Unterstützt wird diese Erhebung unter anderem von BFF, bpp, BVAF, BVPA, DGPh, dju/ver.di, DJV, Female Photoclub, FREELENS, PIC Verband, u. a. Diese umfassende Betrachtung soll aufzeigen, wie weit KI-Tools mittlerweile den Alltag im professionellen Bildgeschäft prägen – und wo sie noch gar nicht angekommen sind. Damit soll ein differenziertes Bild einer Situation gezeichnet werden, in der nach anfänglicher Job-Angst, Skepsis und Ablehnung der KI gegenüber zwischenzeitlich viele Kreative in der neuen Technik ein gestalterisches Element sehen, dessen Nutzung weder in der Produktion von Bildern noch in ihrer Veröffentlichung verweigert werden kann. Gleichzeitig soll aber auch deutlich gemacht werden, welche wirtschaftlichen Folgen der Einsatz Künstlicher Intelligenz für die Beteiligten hat, und wo die Beteiligten die Grenzen der Technik sehen.
Alle Bildmenschen sind herzlich einladen, sich an dieser Erhebung zu beteiligen. Die Beantwortung der überwiegend Multiple-Choice-Fragen erfolgt online und dauert ca. 10 Minuten. Die Erhebung wird durchgeführt von der Arbeitsgruppe „Image market – business trends“ am Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography der Hochschule Hannover unter der Leitung von Prof. Lars Bauernschmitt und erfolgt anonym. Hier ist der Link für die Erhebung:
https://ww3.unipark.de/uc/imagemarket2026/
Gerne kann der Link auch an andere Interessierte (Fotograf*innen, Videograf*innen, Bildagenturen, Bildmenschen in Redaktionen und Verlagen, PR- und Werbeagenturen) weiter. Je größer die Zahl der Teilnehmenden ist, desto belastbarer sind die Informationen, die ab Ende April präsentiert werden sollen.
P.S. Diese Erhebung ist bereits die achte Studie zur Entwicklung des Bildermarktes in Deutschland. Berichte zum Bildermarkt und die Ergebnisse früherer Erhebungen finden sich unter: http://www.larsbauernschmitt.de/forschung/. Die Erhebung wird durchgeführt mit Hilfe von Unipark, einem Befragungstool für Hochschulen. Die Daten werden in Deutschland verarbeitet. Ausführliche Informationen zum Datenschutz finden sich hier: https://www.unipark.com/umfragesoftware/.
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Einfach mal Fotos von sich auf einer Party herumzeigen, warum denn nicht? Dachte sich offenbar auch Jennifer Lopez. Jetzt könnte es für die Schauspielerin teuer werden.
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Der Latin-Star Bad Bunny hat sein Album »Debí Tirar Más Fotos« erneut auf Vinyl veröffentlicht und damit wieder Rekorde geknackt. Dabei geholfen hat ihm auch eine andere spanischsprachige Band.
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Martin Parr – ein Nachruf von Markus Schaden (DGPh)
Am 6. Dezember 2025 ist in Bristol ein Fotograf gestorben, dessen klarer, humorvoller und präziser Blick die Arbeit einer ganzen Generation von Bildautor:innen, Kurator:innen und Fotobuchmacher:innen nachhaltig geprägt hat.
Martin Parr war mehr als ein Fotograf; er war Seismograph und Menschenforscher, ein Chronist des Alltags, der uns die Wirklichkeit oft erst zumutbar machte, indem er sie überhöhte. Ich erinnere mich gut an die Jahre, in denen die DGPh und viele von uns selbst darum rangen, die Fotografie neu zu verorten. Und dann kam dieser Engländer, der mit einem halben Lächeln und seinen radikal übersteigerten Farben zeigte, wie man die Dinge ernst nimmt, indem man sie nicht zu ernst nimmt.
Was Thomas Weski 2006 in seiner Laudatio zum DGPh Dr. Erich Salomon-Preis formulierte, habe ich immer wieder erlebt: Parr verfügte über seltene Geduld, eine Hartnäckigkeit des Beobachtens, die sich tief in jede Phase seines Werks eingeschrieben hat. Die frühen Erfahrungen in der Dunkelkammer, der amateurfotografierende Großvater, der Entschluss, dass Fotografie kein Beruf, sondern Lebensform sei – all das führte zu jenem unverwechselbaren Stil, der aus dem britischen Regen, aus Ferienlagern, Kirmesbuden und Tupperware-Partys ein visuelles Vokabular schuf, das bis heute unerreicht bleibt. Als Parr mit Bad Weather zu Beginn der 80er Jahre erstmals stärker wahrgenommen wurde, wusste man noch nicht, dass er gerade die Grenzen der klassischen Street Photography verschob. Als er kurz darauf in Farbe arbeitete, schuf er, inspiriert von John Hindes Postkartenästhetik, eine Bildsprache, die das Künstliche und das Reale unauflöslich miteinander verband. Für viele von uns war The Last Resort, diese schillernde, brutale, zutiefst menschliche Studie des britischen Strandlebens, ein Schlüsselmoment. Nicht weil Parr „gegen“ die gezeigten Menschen arbeitete – sondern weil er mit einer Schonungslosigkeit arbeitete, die nichts anderes verlangte als Anerkennung dessen, was ist. Dass man ihm Zynismus vorwarf, war insofern fast ironisch, als sein Humor immer Ausdruck einer tiefen Zugewandtheit war.
In den 80er Jahren wurde Parr zum Chronisten einer neuen britischen Mittelklasse, die sich gerade selbst erfand. Seine Serie The Cost of Living dokumentierte Aufstieg, Unsicherheiten und Rituale dieser Gruppe, ohne den moralischen Abstand, den man damals von Dokumentarfotografen erwartete. Parr war nie Moralist, sondern Analytiker – einer, der zeigte, was sichtbar ist, ohne es zu verklären. Für uns in der Fotobuchszene war Parr ohnehin ein überragender Fixpunkt. Gemeinsam mit Gerry Badger veröffentlichte er The Photobook: A History und schuf damit ein Werk, das die Wahrnehmung des Fotobuchs weltweit veränderte. Er sortierte, ordnete, interpretierte – und brachte zugleich eine ganze Generation dazu, das gedruckte Bild mit neuer Ernsthaftigkeit zu betrachten. Dass die Preise vieler erwähnter Titel anschließend explodierten, war ein Nebeneffekt, den Martin mit seinem typischen Schulterzucken quittierte.
Seine eigene fotografische Praxis entwickelte sich in Bristol weiter, wo er einen direkten, unverstellten Blick auf sein Umfeld pflegte. Wahlkampf, Wohltätigkeitsveranstaltungen, Familienfeste, Reisebusse, Automobilkultur – Parr fand seine Themen dort, wo die Gesellschaft sich selbst performt. Seine Farbpalette wurde dabei zu einem Charakter für sich selbst: jenes berühmte Parr-Rot, das irgendwo zwischen Kitsch, Pop und Erkenntnis liegt. Trotz der zunehmenden Popularität blieb Parr unbequem. Sein Beitritt zu Magnum war 1994 ein umstrittenes Ereignis, weil viele seine Arbeitsweise nicht mit dem humanistischen Erbe der Agentur vereinbar fanden. Dass Magnum letztlich ihn annahm und nicht umgekehrt, sagt viel über den notwendigen Wandel dokumentarischer Bildsprachen.
Parr war nicht nur Fotograf, sondern auch Filmemacher, Sammler – und ein unermüdlicher Arbeiter. Seine Faszination für „boring postcards“ war legendär und zeugte von einem Blick, der das Alltägliche nicht nur sichtbar, sondern kostbar machte. Als Lehrer und Kurator war er prägend, und viele, die heute das Fotobuch oder die Dokumentarfotografie weiterentwickeln, tun dies auf Wegen, die Parrs Arbeit geöffnet hat. Für mich persönlich war Parr jemand, der mit größter Selbstverständlichkeit die Grenzen der Fotografie infrage stellte und gleichzeitig ihre Bedeutung verteidigte. Er zeigte uns, dass man die Welt erst verändern kann, wenn man sie so akzeptiert, wie sie ist. Sein Humor war nie bloß Witz, sondern Methode: eine Art, sich mit den Zumutungen des Lebens zu versöhnen.
Mit Martin Parr verlieren wir einen Künstler, der uns beigebracht hat, dass das scheinbar Lächerliche oft die präziseste Form der Wahrheit ist. Seine Bilder begegnen uns überall wieder, weil sie Teil unserer eigenen visuellen Biografie geworden sind. Sie erinnern uns daran, dass man über die Welt lachen darf – vielleicht sogar muss –, um sie zu begreifen. Martin sah die Menschen, wie sie sind, und genau deshalb liebte er sie. Er war in seiner Übertreibung ernst, in seiner Ironie liebevoll und in seinem Blick radikal. Und so bleibt er für mich: der letzte Romantiker der dokumentarischen Fotografie.
Farewell, Martin!
Markus Schaden (DGPh)
Martin Parr wurde 2006 mit dem Dr. Erich Salomon-Preis der DGPh ausgezeichnet.
Markus Schaden ist Fotobuch-Pionier, Kurator und Mitbegründer des PhotoBookMuseums, der seit Jahrzehnten die fotografische Kultur in Deutschland und international prägt. Aktuell ist im Neuen Museum Nürnberg die Ausstellung und Fotobuchretrospektive Grand Hotel Parr zu sehen, kuratiert vom PhotoBookMuseum (Frederic Lezmi, Christoph und Markus Schaden); sie läuft noch bis zum 22. Februar 2026.
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Neue Sichtbarkeit vergangener Bildwelten
Die Fotografien von Ursula Edelmann werden online zugänglich.
Ein Schwerpunkt liegt auf seltenen Einblicken in die bauliche und kulturelle Entwicklung von Frankfurt am Main, ebenso sind Beispiele ihrer Kunstdokumentation, Sach- und Werbemotive sowie Landschaften zu sehen. Mit dem Ursula-Edelmann-Archiv wird ein historisch wie künstlerisch relevantes Werk auf neue Weise sichtbar.
Die Fotografin Ursula Edelmann (1926–2024) schuf über Jahrzehnte hinweg ein umfassendes Werk von herausragender künstlerischer Qualität und historischer Bedeutung – insbesondere in Frankfurt am Main. Als Chronistin der Stadt hielt die gebürtige Berlinerin seit 1949 den Wiederaufbau bildlich fest. In den folgenden Jahrzehnten begleitete sie den stetigen Wandel in ihrer Wahlheimat mit der Kamera. Ihre detailgenauen Architekturfotografien sowie Kunstdokumentationen für Frankfurter Museen machten sie über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.
Als Schülerin von Max Baur waren eindeutige Lichtsetzung und feinste Grauabstufungen für sie bestimmende Größen. Entsprechend steuerte Ursula Edelmann bei der Schwarz-Weiß-Fotografie den Prozess von der Aufnahme über die Filmentwicklung bis zum Handabzug, bei Farbaufnahmen arbeitete sie mit den besten Laboren zusammen.
Fotografien von Ursula Edelmann zeichnen sich durch ihren versierten Blick, eine sachliche Bildsprache sowie handwerkliche Perfektion aus. Sie vergegenwärtigen nicht nur eine längst vergangene Realität, sondern wirken als eigenständige künstlerische Kompositionen. Neben Architektur und Kunst fotografierte sie Landschaften. Auch Sachfotos von Maschinen sowie Inszenierungen von Mode, die sie für Werbezwecke aufnahm, gehören zu ihrem Œuvre.
In ihren letzten Lebensjahren erlebte Ursula Edelmann die Anerkennung ihres fotografischen Werks durch zahlreiche Ausstellungen, Veröffentlichungen sowie Ankäufe durch Sammlungen und Museen.
Die neue Website des Ursula-Edelmann-Archivs, gegründet von ihrem Sohn Thomas Edelmann und von Rudi Feuser, dem Inhaber der PanGallery in Frankfurt am Main, soll das Gesamtwerk der Fotografin einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.
Ursula Edelmann, im Dezember 2024 verstorben, war seit 2008 Mitglied der Detuschen Gesellschaft für Photographie.
Zum Archiv: www.ursula-edelmann-archiv.de
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