Auf den kürzlich von Dr. Jürgen Tenckhoff (DGPh) auf seine Website https://tenckhoff.de/ veröffentlichen Beitrag, möchten wir Sie aufmerksam machen. Er ordnet aktuelle Themen wie Fotografie, KI und technische Verfahren nicht aus einer rein praktischen oder ästhetischen Perspektive ein, sondern als reflektierten Zugang zu Wahrnehmung, Erfahrung und Entscheidung unter heutigen technischen Bedingungen.
Aus dem Vorwort:
Digitale Fotografie und KI-gestützte Nachbearbeitung haben Bereiche erschlossen, die mit analogen Verfahren kaum oder gar nicht zugänglich waren. In der Sport-, Reportage- oder Bewegungsfotografie lassen sich Momente fixieren, deren zeitliche Präzision und Dynamik analog nicht vorstellbar gewesen wären. Die nachträgliche Analyse großer Bildmengen erlaubt es zudem, mit Hilfe künstlicher Intelligenz den Kern einer Aufnahme freizulegen – das, was vermittelt werden soll.
Gleichzeitig zeigt sich, dass diese Verfahren andere Erfahrungsformen begünstigen als solche, die auf Begrenzung, Materialität und unmittelbare Entscheidung setzen. Für kontemplative Motive – Landschaften, stille Räume, Situationen ohne äußeren Zeitdruck – verändern analoge Verfahren den fotografischen Prozess grundlegend. Ihre technischen Grenzen erzwingen Auswahl, Präsenz und Entscheidung im Moment der Aufnahme. Sie binden Wahrnehmung, Körper und Situation enger aneinander, als es nachträgliche Optimierung leisten kann.
Der Essay geht von dieser Differenz aus. Er beschreibt nicht Technik als solche, sondern Zustände, die durch Technik realisiert oder verlagert werden. Begriffe wie Resonanz, Entropie, Kohärenz und Verschränkung werden dabei nicht theoretisch eingeführt, sondern aus der fotografischen Praxis heraus entwickelt.
Den ganzen Beitrag lesen: Die vergessenen Technologien – und warum sie manchmal zurückkehren
…. mehr lesen: DGPh (Quelle)
